#Reflexion2016: Wie mich dieses Jahr verändert hat…

…oder auch: Wie viel von 365 Tagen wirklich bleibt.


2016 ist vorbei und vor mir liegt ein leerer Kalender. Jedes Jahr beende ich das Jahr mit meinem Geburtstag. Und jedes Jahr bekomme ich von meiner Mutter einen Kalender geschenkt. Dieses Jahr sind bunte Schmetterlinge mit goldenen Verzierungen darauf. Am Tag darauf setze ich mich mit meinem neuen und meinem alten Kalender in die Küche und trage alle Daten ein, die auch im neuen Jahr bestehen bleiben. Geburtstage, Jahrestage und zum ersten Mal auch einen Todestag.

Das Jahr 2016 war ein schönes Jahr. Es haben sich Freundschaften gefestigt, für die ich bis an mein Lebensende kämpfen möchte. Ich habe mich mit dem Mann verlobt, der mir seit schon fast 5 Jahren den Rücken freihält und alle meine Träume unterstützt. Wir sind in eine neue Wohnung gezogen, in der wir endlich angekommen sind und uns hundertprozentig zu Hause fühlen. Ich war bei einem Einzeltraining mit meinem Hund und bin mit ihm zu einer wahnsinnig schönen Einheit gewachsen. Auch beruflich ging es bergauf. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen, einen neuen Job gefunden und hab die Chance ergriffen mir eine Selbstständigkeit aufzubauen. An allen diesen Erlebnissen und Erfahrungen bin ich unglaublich gewachsen. Mein Selbstvertrauen ist nicht mehr abhängig von meinem Spiegelbild, sondern von meinem Glauben an mich selbst. Die Urlaube, die Abende mit Freunden und die Spaziergänge mit dem Hund haben das Jahr 2016 wunderschön bunt gefärbt und geendet ist es doch irgendwie grau.

Zum Schluss wollte ich nur noch den Kalender schließen und verstecken. So fröhlich wie es das ganze Jahr über auch war, so traurig hat es doch geendet.

Trotz all dieser Veränderungen, die in den letzten 365 Tagen in meinem Leben stattgefunden haben, ist es doch diese eine die mein Denken und Handeln maßgeblich beeinflusst. Einen Menschen zu verlieren, der einen das ganze Leben lang begleitet hat, ist für das Kind in einem selbst vollkommen unverständlich. Diese Erfahrung hat mich in den letzten Wochen des Jahres 2016 teilweise so aus der Bahn geworfen, weil ich Angst hatte irgendwann nicht mehr um Rat fragen zu können. Ich hatte Angst vor dem Wegbrechen des Fels in meiner Brandung. Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen und ich habe es fast verstanden, was mir hinterlassen wurden. Eine Denkweise, die auf Ruhe basiert. Nur weil es kein Gesicht mehr gibt, in welches ich schauen kann, heißt das nicht, dass ich nicht mehr um Rat fragen kann, denn die Antwort habe ich schon längst bekommen.

2016 war ich wahnsinnig glücklich und unglaublich traurig, aber wenn ich reflektiere, was wirklich wichtig war in dem vergangenen Jahr, dann bin ich dankbar. Dankbar Menschen zu haben, die immer bei mir sind, ob sie nun vor mir stehen oder in meinem Herzen ruhen. Dankbar für die vielen Dinge, die ich endlich verstanden habe. Ich bin dankbar für das was mir für immer bleibt und das ist Liebe, Freundschaft und eine Stern, der immer für mich leuchten wird.

Die Motivation und den Mut dafür, diesen Beitrag zu schreiben, habe ich von Kathrin und ihrem Blog From Suburbia With Love. Hier geht’s zu ihrem Aufruf zur Reflexion und ihrem persönlichen Jahresrückblick: #Reflexion2016: Was ich dieses Jahr gelernt habe – eine Blogparade

 

Bis bald,

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